Ein Blog über die kulinarischen Abenteuer eines Essverrückten

Meine Top 20 Gerichte 2016


Im ausklingenden Jahr 2016 habe ich in zehn verschiedenen Ländern in Europa und Nordamerika Hunderte Gerichte verspeist, neue Referenzqualitäten entdeckt und dabei über 110 Michelin-Sterne mitgenommen. Zwanzig meiner absoluten Highlights – von Vorspeisen über Hauptgerichte bis zur Pâtisserie – folgen in dieser Übersicht. Diese Auswahl ist selbst unter den besten Gerichten nur ein Auszug. Und alle Gerichte haben eines gemeinsam: ich erinnere mich noch immer ganz lebendig an ihren Wohlgeschmack, ihr Erlebnis am Gaumen, ihre wunderbaren Produkte und ihr meisterhaftes Handwerk. Und noch etwas vereint sie: all das ist ganz große, glücklich machende Küche, für die es sich zu reisen lohnt und die den kulinarischen Horizont erweitert.

Im nächsten Jahr werde ich meinen Fokus wieder auf mehr Kontinente ausweiten. Shanghai und Japan sind fest geplant; die wenigen mir noch fehlenden Drei-Sterne-Restaurant der USA geben auch eine äußerst attraktive Reiseroute vor; Paris sollte man sowieso viel häufiger besuchen; und in den Metropolen von Australien soll man auch unglaublich gut essen können. Dies und mehr. Viel mehr!

Ich freue mich bereits jetzt auf alle Erlebnisse – und darauf, diese mit allen zu teilen, die meinen kulinarischen Erlebnissen folgen, sich durch diese inspirieren und begeistern lassen. Vielen Dank an euch alle.

Die Top 20 (in chronologischer Reihenfolge)

Paccheri Pasta „Vittorio Style“
Da Vittorio ***, Brusaporto, Italien
Bericht

Milchkalbsbries und Ferkelfüßchen
Sonnora ***, Wittlich/Dreis, Deutschland
Bericht

Kaisergranat, Mangold, Zitrusfrüchte
Alain Ducasse at The Dorcester ***, London, Großbritannien
Bericht
Baba au Rhum
Alain Ducasse at The Dorcester ***, London, Großbritannien
Bericht

Sellerie und Trüffel
Eleven Madison Park ***, New York City, USA
Bericht
Tiefsee-Schnapper, Daikon-Eis
Masa ***, New York City, USA
Bericht

Glänzender Schleimkopf
Chef’s Table at Brooklyn Fare ***, New York City, USA
Bericht

Roter Blaufisch
Chef’s Table at Brooklyn Fare ***, New York City, USA
Bericht

Steinbutt
Elkano *, Getaria, Spanien
Bericht

Millefeuille mit geräuchertem Aal
Martín Berasategui ***, Lasarte-Oria, Spanien
Bericht

Sirloin-Steak
Martín Berasategui ***, Lasarte-Oria, Spanien
Bericht
Rotbarbe
Auberge du Vieux Puits ***, Fontjoncouse, Frankreich
Bericht

Pasta Zitone
La Vague d’Or ***, Saint-Tropez, Frankreich
Bericht

Loup de Mer
La Vague d’Or ***, Saint-Tropez, Frankreich
Bericht
« Le feuille à feuille aux dix agrumes »
La Vague d’Or ***, Saint-Tropez, Frankreich
Bericht

Sardine
Alain Ducasse au Plaza Athénée ***, Paris, Frankreich
Bericht

Weißer Thun
Willows Inn, Lummi Island, WA, USA
Bericht

Lamm
Willows Inn, Lummi Island, WA, USA
Bericht

Orecchiette
Cafe Juanita, Kirkland, WA, USA
Bericht

Risotto
Le Calandre ***, Rubano, Italien
Bericht

11 Antworten zu “Meine Top 20 Gerichte 2016”

  1. Eburg

    Das wird alles ganz hervorragend schmecken! Mit dem Aussehen können auf jeden Fall alle Kreationen schon einmal kräftig punkten. Vielen Dank für diese tollen und beeindruckenden Inspirationen. Da ist sicher das ein oder andere bei, das man unbedingt einmal ausprobieren muss . Ich freue mich bereits jetzt schon darauf :-) Weiter so!

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  2. Uwe

    Mich würde interessieren welche Nuancen beim Baba au rhum im Alain Ducasse im Dorchster besser waren als im Alain-Ducasse Au-Plaza-Athenee, beide mit 10 Punkten bewertet.

    Die gleiche Frage stelle ich mir bei der Gänseleber im Haerlin und Sonnora, weil im Bericht „Tourniert“ die Hamburger Version als die Beste des Jahres beschrieben wird.

    Gute Planung noch für 2017.

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    • Trois Etoiles

      Hallo Uwe. Frohes neues Jahr für Sie! Die Nuancen der Speisen sind marginal bis nicht vorhanden. Den „Baba“ in London habe ich aufgeführt, weil der in Paris nur ein „Add-On“ außerhalb der Karte war. Die Gänseleber im Sonnora und im Haerlin waren handwerklich beide sensationell und rechtfertigen höchste Weihen. Das Gericht im Haerlin neulich gefiel mir von der Komposition mit den karamellisierten Äpfeln und traumhafter Brioche einen Tock besser – innerhalb des Höchstmöglichen. Ich hoffe, damit für etwas Klarheit zu sorgen.

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  3. Stefan Herbert

    Ich wünsche Ihnen ein frohes kulinarisches neues Jahr, insbesondere Ihrer beabsichtigten Reise nach Kioto/Osaka sehe ich mit Interesse entgegen, wird doch dort m.E. die beste japanische Küche geboten. Keine Angst vor dem Koffer (nicht Kugel-) fisch Tessa (vulgo Fugu) im Restaurant Takoyasu (**), der ist nicht nur eine Mutprobe, sondern vielmehr eine echte Delikatesse, insbesondere in der gekochten, nicht so in der Sashimi-Variante!

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  4. Michaelberlin

    Lieber Julien!

    Vielen Dank für diese inspirierende Liste und für die bereits jetzt von mir empfundene Vorfreude auf neue Gerichte. Es ist wirklich so, dass ich auf Reisen neben den Vorgaben der „Bibel“, insbesondere, wenn es zwei oder mehrere Restaurants zur Auswahl gibt, auf Deine Wahrnehmungen und Eindrücke zugreife.

    Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    P.S. Lies bei Gelegenheit bitte Deinen oben stehenden Text noch einmal durch. Ein paar kleine (nicht inhaltliche;-)) Fehlerchen haben sich eingeschlichen…so bezeichnet sich z.B. „erweitern“ offenbar auf „Küche“, so dass dem – wenn nicht „pluralis maiestatis“;) eine Singularform folgen sollte. Genug kluggeschissen…Viel Erfolg im neuen Jahr!

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    • Trois Etoiles

      Hallo Michael,

      vielen Dank, auch Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Den Fehler mit der Pluralform habe ich korrigiert, andere habe ich gerade nicht entdeckt. Danke für den Hinweis.

      Viele Grüße.

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  5. Elisabeth Schulte

    Sehr geehrter Herr Walther,
    Ihre Berichte über verschiedene Restaurants fand ich bisher immer faszinierend und durchaus angemessen. Ich habe sie mit Vergnügen gelesen. Leider muss ich das Wort „Vergnügen“ nun leider streichen. Ihre letzten Kommentare haben leider die bisherige Leichtigkeit und Unbekümmertheit verloren und sind einer penetranten und sich selbst darstellenden Kritik gewichen. Schade!
    Sie haben es nicht nötig sich jedem Restaurant anzubiedern; aber auch keinRestaurant muss sich Ihrem Urteil unterordnen. Finden Sie bitte zurück zu einer fairen , den Lesern angemessen Beurteilung.
    Ich wünsche Ihnen noch viele spektakuläre Restaurantbesuche. Aber im Mittelpunkt sollte das Essen, vielleicht das Restaurant , das ( immer schlecht bezahlte) Personal und natürlich der Gast stehen.
    Kehren Sie zu Ihrer Rolle zurück.
    Alles Gute zum neuen Jahr!
    LG
    Elisabeth Schulte

    Antworten
    • Trois Etoiles

      Sehr geehrte Frau Schulte,

      vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, Ihre Kritik zu äußern. Auch derartige Rückmeldungen sind mir wichtig. Es fällt mir jedoch schwer, Ihrer Aufzählung zu folgen. Welche „letzten Kommentare“ meinen Sie? Blogartikel? Kommentare bei Facebook? Facebook-Posts? Kommentare im Blog? Was genau finden Sie „penetrant“? Wo stelle ich mich selbst dar, „biedere“ mich Restaurants an und bin nicht „fair“? Und wo genau geht es mir nicht ums Essen?

      Ferner frage ich mich, welche „Rolle“ Sie mir attribuieren?

      Negative Kritik kann sinnvoll und konstruktiv sein. Wenn ich z. B. beschreibe, dass ein bestimmtes Produkt mangelhaft ist, dann ist das nachvollziehbar und kann vom Koch erkannt und behoben werden. Wenn ich dagegen einfach nur sage, dass das Essen mich enttäuscht hat, bringt das niemanden weiter. Ihr Kommentar fällt derzeit eher in die letzte Kategorie.

      Wenn Sie Ihre Kritik substantiieren möchten, sind weitere Details unerlässlich – am besten natürlich im Kontext des jeweiligen Inhalts und nicht in diesem Diskussionsfaden, bei dem es um meine besten Gerichte aus dem Jahr 2016 geht.

      In jedem Fall: auch Ihnen alles Gute fürs neue Jahr und einen guten Rutsch!

      Viele Grüße
      Julien Walther

      Antworten
  6. Karsten

    Hi Kai,
    Also den Kommentar mit „Luxeat“ verstehe ich nicht ganz. Meinst Du hiermit die Restaurant-Klassifizierung? Bei den einzelnen Gerichten wurde bei bis auf vier, immer einfachere Zutaten wohl einmalig kombiniert. Danke Julien für die Berichterstattung und die finale Liste #neid ;). LG und weiterhin frohe Tage, Karsten

    Antworten
    • Kai

      Hi Karsten, ich meine, dass bei Luxeat überwiegend Gerichte außerhalb der 3*-Kategorie genannt sind, und oft aus Restaurants jenseits des Michelin-Mainstream. Die hier Genannten sind ja bestimmt alle toll und ich will überall (wieder) hin, aber als Inspiration für den Leser sind letztlich natürlich die Unbekannteren Nennungen spannender (hier z.B. Cafe Juanita). Darum geht es hier natürlich nicht, sondern um die persönlichen Highlights der Autoren. Insofern soll das kein Kritikpunkt sein. Julien wird halt eher im Michelin-3*-Universum glücklich und Aiste/Luxeat entdeckt eher in anderen Sphären Grandioses. Nur eine Feststellung. Grüße, Kai

      Antworten
  7. Kai

    Ja, das schmeckt sicher alles großartig. Ich hatte aber ehrlich gesagt auf eine etwas größere Bandbreite jenseits der bekannten 3*-Pfade gehofft, etwa wie bei der sehr persönlich wirkenden Liste von Luxeat (die sicher keinen Mangel an 3*-Besuchen hat). Trotzdem natürlich eine hübsche Auswahl. Viele Grüße, Kai

    Antworten

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