Ein Blog über die kulinarischen Abenteuer eines Essverrückten

Posts from the ‘Restaurants’ category

Ich muss jetzt mal etwas loswerden. So sehr ich meine Heimatstadt liebe, verfluche ich sie für die schwierige Gastronomielandschaft. Denn so einfach es ist, irgendein beliebiges Restaurant zu finden, ist es auch genauso einfach, enttäuscht zu werden. Und so langsam weiß ich auch nicht mehr, wo ich hingehen soll. Nicht zu einem „besonderen Anlass“ und auch nicht, „um schnell satt zu werden“, sondern um Abende in lebhafter Atmosphäre bei gutem Essen und Wein ausklingen zu lassen. Ich fühle mich mit diesem Anspruch in Hamburg nahezu allein und in einer für Gastronomen offenbar vernachlässigbaren Zielgruppe. Weiterlesen…

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Ich weiß nicht so recht, wie ich beginnen soll. Vielleicht damit, dass mir ein Abend mit einem Essen bevorsteht, welches ich danach zu den besten zählen werde, die ich jemals erlebt habe. Natürlich, man mäßigt sich danach, beruhigt sich, lässt auf sich wirken, relativiert und differenziert. Doch die Erinnerung an den konstanten, höchstmöglichen, nicht abreißen wollenden Genuss jeder einzelnen Portion, die ich in diesem Restaurant am heutigen Samstagabend meinem Gaumen zuführen werde, wird niemals verblassen. Weiterlesen…

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Ländliches Belgien, Kräutergarten vor der Tür, kreatives Menü, hohe Bewertungen in Restaurantführern und -ranglisten, internationales Publikum, volle Reservierungsbücher. Nennt man diese Rahmenbedingungen, kommen derzeit viele Restaurants in Frage. Das L’Air du Temps, die vierte gastronomische Station auf meiner kürzlich unternommenen Benelux-Reise, ist eines davon. Weiterlesen…

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Seit über zwanzig Jahren schon führt Bart de Poorter mit seiner Frau das Restaurant Pastorale nahe Antwerpen. Die jetzige Wirkstätte war früher ein Pfarrhaus, doch heutzutage lädt man hier zum reuelosen Genuss ein. Beichten nicht erforderlich.

Wirklich auf dem Radar hatte ich dieses zweifach besternte Restaurant nicht, doch wer zufällig zwischen zwei Abendessen im In de Wulf und Hertog Jan noch eine Möglichkeit zum Mittagessen sucht – so wie ich –, dem legt der Guide Michelin diesen Umweg ans Herz. Weiterlesen…

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Man suche sich einen möglichst kompliziert erreichbaren Ort irgendwo auf dem Land, vorzugsweise in den Benelux- oder skandinavischen Ländern, serviere ein aufwändiges Menü in kleinen Gängen, natürlich hyper-regional und mit momentan angesagten Zutaten, lasse den bärtigen, jagenden und Kräuter sammelnden Küchenchef bei einschlägigen Koch-Events auftreten … und dann muss man auch eigentlich gar nicht mehr so lange warten: auf hohe Platzierungen in den World’s 50 Best Restaurants, auf Gäste, auf begeisterte Kritiken und monatelang gefüllte Reservierungsbücher. Weiterlesen…

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Auf meinem Weg zu einer kleinen kulinarischen Tour durch Belgien – es bestand bei mir in der Region etwas Nachholbedarf – ist das niederländische Restaurant De Leest nur ein kleiner Umweg auf meiner südwestlichen Route. Dem Michelin ist das Restaurant seit der aktuellsten Ausgabe sogar eine Reise wert. Drei Sterne zum Mittag statt Autobahnraststätte, so ist mir das recht. (Nicht, dass ich sonst an Autobahnraststätten essen würde …) Weiterlesen…

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Trotz des notorischen Mangels meiner Heimatstadt an attraktiven Restaurants bahne ich mir mehrmals die Woche den Weg durch das gastronomische Dickicht Hamburgs und hoffe auf Überraschungen. Dabei klopfe ich auch immer wieder an die Tür der üblichen Verdächtigen. An die Tür des Jellyfish habe ich allerdings schon länger nicht mehr geklopft. Vor ungefähr einem Jahr war ich hier zum ersten Mal und verließ das Restaurant damals durchaus angetan und in der Überzeugung (und mit der Hoffnung), dass hier noch mehr draus werden könnte. Weiterlesen…

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Alles fing vor einigen Jahren damit an, dass Küchenchef Carlo Mirarchi, Jahrgang 1980, in seiner Pizzeria Roberta’s in Brooklyn – zusätzlich zum regulären Betrieb – zwei Mal pro Woche kleine Degustationsmenüs servierte. Mittlerweile ist aus dieser Idee ein eigenes Restaurant im Hinterhof der Pizzeria geworden, das den Namen Blanca trägt und vorher eine Autowerkstatt war. Weiterlesen…

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In der elitären Upper East Side, zwischen schmucken Stadtvillen und den exklusiven Geschäften an der Madison Avenue nördlich der 60. Straße, hat sich auch Daniel Boulud niedergelassen, einer der erfolgreichsten Gastronomen New Yorks. Der gebürtige Franzose und Wahl-New-Yorker führt unter anderem das Drei-Sterne-Restaurant Daniel sowie weitere – etwas einfachere – Etablissements in der ganzen Stadt. Weiterlesen…

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Als der Guide Michelin in seiner 2014er-Ausgabe für New York City ein koreanisches Restaurant mit zwei Sternen auszeichnete, war mein Interesse dafür geweckt. Koreanisch isst man schließlich nicht alle Tage (ich wüsste nicht, wann ich das überhaupt mal getan habe), und wenn, dann vermutlich eher als falsch interpretierte Landesküche in einem „Spezialitätenrestaurant“ zweifelhafter Art. Weiterlesen…

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