Ein Blog über die kulinarischen Abenteuer eines Essverrückten

Posts from the ‘Restaurants’ category

Ich muss jetzt mal etwas loswerden. So sehr ich meine Heimatstadt liebe, verfluche ich sie für die schwierige Gastronomielandschaft. Denn so einfach es ist, irgendein beliebiges Restaurant zu finden, ist es auch genauso einfach, enttäuscht zu werden. Und so langsam weiß ich auch nicht mehr, wo ich hingehen soll. Nicht zu einem „besonderen Anlass“ und auch nicht, „um schnell satt zu werden“, sondern um Abende in lebhafter Atmosphäre bei gutem Essen und Wein ausklingen zu lassen. Ich fühle mich mit diesem Anspruch in Hamburg nahezu allein und in einer für Gastronomen offenbar vernachlässigbaren Zielgruppe. Weiterlesen…

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Auf meinem Weg zu einer kleinen kulinarischen Tour durch Belgien – es bestand bei mir in der Region etwas Nachholbedarf – ist das niederländische Restaurant De Leest nur ein kleiner Umweg auf meiner südwestlichen Route. Dem Michelin ist das Restaurant seit der aktuellsten Ausgabe sogar eine Reise wert. Drei Sterne zum Mittag statt Autobahnraststätte, so ist mir das recht. (Nicht, dass ich sonst an Autobahnraststätten essen würde …) Weiterlesen…

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Trotz des notorischen Mangels meiner Heimatstadt an attraktiven Restaurants bahne ich mir mehrmals die Woche den Weg durch das gastronomische Dickicht Hamburgs und hoffe auf Überraschungen. Dabei klopfe ich auch immer wieder an die Tür der üblichen Verdächtigen. An die Tür des Jellyfish habe ich allerdings schon länger nicht mehr geklopft. Vor ungefähr einem Jahr war ich hier zum ersten Mal und verließ das Restaurant damals durchaus angetan und in der Überzeugung (und mit der Hoffnung), dass hier noch mehr draus werden könnte. Weiterlesen…

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Alles fing vor einigen Jahren damit an, dass Küchenchef Carlo Mirarchi, Jahrgang 1980, in seiner Pizzeria Roberta’s in Brooklyn – zusätzlich zum regulären Betrieb – zwei Mal pro Woche kleine Degustationsmenüs servierte. Mittlerweile ist aus dieser Idee ein eigenes Restaurant im Hinterhof der Pizzeria geworden, das den Namen Blanca trägt und vorher eine Autowerkstatt war. Weiterlesen…

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In der elitären Upper East Side, zwischen schmucken Stadtvillen und den exklusiven Geschäften an der Madison Avenue nördlich der 60. Straße, hat sich auch Daniel Boulud niedergelassen, einer der erfolgreichsten Gastronomen New Yorks. Der gebürtige Franzose und Wahl-New-Yorker führt unter anderem das Drei-Sterne-Restaurant Daniel sowie weitere – etwas einfachere – Etablissements in der ganzen Stadt. Weiterlesen…

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Als der Guide Michelin in seiner 2014er-Ausgabe für New York City ein koreanisches Restaurant mit zwei Sternen auszeichnete, war mein Interesse dafür geweckt. Koreanisch isst man schließlich nicht alle Tage (ich wüsste nicht, wann ich das überhaupt mal getan habe), und wenn, dann vermutlich eher als falsch interpretierte Landesküche in einem „Spezialitätenrestaurant“ zweifelhafter Art. Weiterlesen…

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Die Redaktion des Guide Michelin schrieb 2012 in der Ausgabe für New York City, dass sie es bedauerte, nur drei Sterne für ihre Auszeichnung zur Verfügung zu haben. „We’re sorry we only have three stars to give“, so der Originalwortlaut, und das aus den Federn des ach so konservativen Guides. Was ich damals schon kaum glauben konnte, bestätigte sich bei meinem Besuch vor zweieinhalb Jahren, als ich dort ein Menü genoss, das ich bis heute zu den besten Ess-Erlebnissen zähle, die ich je hatte. Weiterlesen…

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Hi, how are you?“ – „Good, how are you?“. Normalerweise endet die amerikanische Begrüßungsfloskel hier, doch Matthew, laut Visitenkarte Captain hier, antwortet mit gelassener Miene: „I’m awesome!“. Warum er sich ausgerechnet so großartig fühlt, frage ich nicht; vermutlich ist die awesomeness Teil der Corporate Identitity des Atera.

Doch in der Tat gibt es Schlimmeres als mit Spannung und Appetit am Tresen dieses Restaurants zu sitzen, das innerhalb seiner erst zweieinhalbjährigen Geschichte so bemerkenswerte Auszeichnungen vorweisen kann wie zwei Sterne vom Michelin und drei (von vier) von der New York Times. Da kann man sich schon mal awesome fühlen. Also fühle ich mich auch awesome und stöbere in der Weinkarte, aus der ich mich zunächst mit einer halben Flasche 2010 Château Montelena Chardonnay ($ 55) aus Napa vergnüge. Weiterlesen…

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Eine neue Hauptversionsnummer bezeichnet in der Softwareentwicklung immer eine signifikante Erneuerung der Anwendung. Sergio Herman – einer der am höchsten dekorierten Köche – ist zwar weder eine Software noch ein anderer Mensch, aber sein neues Restaurant The Jane ist sein zweiter großer Coup nach dem legendären und seit Ende letzten Jahres geschlossenen Oud Sluis. Ich selbst erlebte dort Anfang 2010 eine der beeindruckendsten kulinarischen Darbietungen in einer schon damals für die Spitzengastronomie erstaunlich lockeren Atmosphäre. Weiterlesen…

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Die belgische Region Flandern ist längst ein Pilgerort für Gourmets aus aller Welt, schließlich findet man dort so renommierte Spitzenrestaurants wie den Hof van Cleve, das gerade frisch umgezogene Hertog Jan, Sergio Hermans spektakuläres The Jane und eben auch das dreifach besternte De Karmeliet in Brügge. Von diesem Restaurant hört man allerdings recht wenig, vermutlich weil klassische französische Küche – gerade in der Region – nicht gerade der letzte Schrei ist. Mir soll’s egal sein: Ich bin großer Freund von guter Klassik, und immerhin reden wir hier über ein Restaurant mit drei Michelin-Sternen. Geert van Hecke heißt dort der gute Mann am Herd. Weiterlesen…

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