Ein Blog über die kulinarischen Abenteuer eines Essverrückten

Posts from the ‘Restaurants’ category

Eine neue Hauptversionsnummer bezeichnet in der Softwareentwicklung immer eine signifikante Erneuerung der Anwendung. Sergio Herman – einer der am höchsten dekorierten Köche – ist zwar weder eine Software noch ein anderer Mensch, aber sein neues Restaurant The Jane ist sein zweiter großer Coup nach dem legendären und seit Ende letzten Jahres geschlossenen Oud Sluis. Ich selbst erlebte dort Anfang 2010 eine der beeindruckendsten kulinarischen Darbietungen in einer schon damals für die Spitzengastronomie erstaunlich lockeren Atmosphäre. Weiterlesen…

9 Kommentare

Die belgische Region Flandern ist längst ein Pilgerort für Gourmets aus aller Welt, schließlich findet man dort so renommierte Spitzenrestaurants wie den Hof van Cleve, das gerade frisch umgezogene Hertog Jan, Sergio Hermans spektakuläres The Jane und eben auch das dreifach besternte De Karmeliet in Brügge. Von diesem Restaurant hört man allerdings recht wenig, vermutlich weil klassische französische Küche – gerade in der Region – nicht gerade der letzte Schrei ist. Mir soll’s egal sein: Ich bin großer Freund von guter Klassik, und immerhin reden wir hier über ein Restaurant mit drei Michelin-Sternen. Geert van Hecke heißt dort der gute Mann am Herd. Weiterlesen…

3 Kommentare

Hamburg. Ich sitze im Auto in meiner Garage und programmiere das Navigationssystem für die bevorstehende Route. Selbstverständlich ist das Restaurant mit dem holprigen Namen (und falschem Apostroph) Victor’s Gourmet-Restaurant Schloss Berg als Sonderziel auswählbar. Ein kurzer Informationstext dazu lautet: „Der Küchenstil des Restaurants ist Französisch. Das Restaurant befindet sich in einem Hotel.“ Weiterlesen…

20 Kommentare

Vorwort: Kulinarik vs. Gastronomie

Eines meiner kühnsten kulinarischen Vorhaben liegt hinter mir. Bisher lag es immer nur vor mir und simmerte als ungare Idee vor sich hin. Ein paar Jahre lang. Ende letzten Jahres folgten dann unverbindliche Buchungen für Hotel und Flug, aber damit war das Thema für mich eigentlich schon besiegelt. Am 11. April waren schließlich meine Sachen gepackt und die Bordkarten aufs Handy geladen. Es ging endlich los. Weiterlesen…

18 Kommentare

Es ist so weit: am heutigen Abend trete ich die letzte meiner zehn Reservierungen in Tokio an. Siebenundzwanzig Sterne habe ich in den vergangenen Tagen schon verspeist und dabei viel erlebt, kulinarisch und darüber hinaus. Es ist an der Zeit, meine fernöstliche Expedition mit einem weiteren Mahl abzurunden.

Außer der Tatsache, dass ich mit diesem Restaurantbesuch die dreißig Sterne in einer Woche komplettieren werde, ist mir so gut wie nichts über das Ishikawa bekannt. Umso schöner natürlich der Überraschungseffekt, wenn der Abend so großartig wird wie in den kommenden Stunden. Weiterlesen…

4 Kommentare

Auf keine meiner Reservierungen in Tokio war ich bisher so gespannt wie auf die am heutigen Abend. Eine aufwühlende Mischung aus Nervosität, Neugier und Ehrfurcht, die bisher meinen Tag beherrschte, versuche ich zu einem spektakulären Sonnenuntergang mit einem Glas Champagner abzumildern. Den Tag verbrachte ich fast schon in Askese, schließlich stand heute kein Mittagessen auf meiner umfangreichen Ess-Agenda. Ich habe mich regelrecht von äußeren Störeinflüssen abgeschirmt, damit meinem Vorhaben ja nichts in die Quere kommt. Weiterlesen…

11 Kommentare

Es ist mein fünfter Abend in Tokio. 120 Stunden bin ich also ungefähr schon (oder erst?) in dieser gigantischen Stadt, in der vieles nur mit Superlativen zu beschreiben ist. Wie auch das Essen bisher. Zieht man die Enttäuschung des Restaurant Joël Robuchon nicht mit ins Kalkül, waren alle weiteren sechs von mir bisher besuchten Restaurants grandios. Jedes für sich hielt der Michelin-Bewertung „ist eine Reise wert“ mühelos stand. Weiterlesen…

3 Kommentare

in deiner liebe netz verfing
ich mich als fisch /
in deiner küche blieb
in qual ich fisch /
nun öffnet deiner liebe messer
rot mein fleisch /
und stumm verrinnt mein blut
auf deiner liebe tisch

Dieses etwas makabere Gedicht – gerade für ein fine-dining-Restaurant – steht auf einem Zettel der bekannten Designerlampe von Ingo Maurer, die im Eingangsbereich des Quintessence hängt, einem der exklusivsten Restaurants Tokios. Ich bezweifle jedoch, dass hier irgendjemand den Inhalt versteht, denn das Gedicht wird mit der Lampe mitgeliefert. Weiterlesen…

1 Kommentar

Das spannende an dieser Reise ist vor allem der Überraschungseffekt. Natürlich: beim alten Jiro Ono (Bericht folgt) weiß ich zumindest, worum es geht, Joël Robuchon ist mir auch nicht gerade unbekannt, aber darüber hinaus sind meine Reservierungen hier im Wesentlichen nur fremd klingende Namen in einer fremden Stadt.

Über das Restaurant Ginza Kojyu, das an diesem Montagabend für halb neun in meinem Kalender steht, weiß ich lediglich, dass es ein Kaiseki-Restaurant ist und wo es sich befindet. Weiterlesen…

2 Kommentare

Ein neuer Tag in Tokio. Die Reservierungen, die ich heute habe, sind beide für Restaurants im Stadtteil Ginza, weswegen dieser heute meine volle Aufmerksamkeit erfährt.

Den kulinarischen Start des Tages habe ich im Sushi Mizutani vorgesehen. Dort ist Hachiro Mizutani am Werk, einer der berühmtesten Sushi-Chefs in Japan. Wie vielen dieser älteren Herren haftet auch an ihm der Ruf, etwas Streng zu sein und dass Reservierungen hier eigentlich nur erwünscht sind, wenn man Japanisch spricht. Mein Dank noch mal an dieser Stelle an das Concierge-Team vom Park Hyatt Tokyo, welches wirklich beachtliche Reservierungserfolge für mich erzielt hat. Weiterlesen…

5 Kommentare