Ein Blog über die kulinarischen Abenteuer eines Essverrückten

Roadtrip, Stopp 5: Waldhotel Sonnora, Dreis

Auf mein heutiges Etappenziel freue ich mich enorm. Nicht nur, weil ich im Restaurant des Waldhotels Sonnora vor Jahren das grandioseste Essen auf deutschem Boden genoss. Sondern auch, weil dieses Hotel, trotz seiner Kuriositäten, seiner „Gestrigkeit“ und seinem Kitsch, so viel mehr ist als das.

Es ist nämlich vor allem eines: authentisch. Im Deutschland der Achtzigerjahre, als hier vermutlich noch Mercedes 560 SEC und Ferrari Testarossa vor dem Haus parkten und man sein Essen mit Tausendmarkscheinen bezahlt hat („Rest stimmt so“), war das alles ein luxuriöser Traum. Goldene Wasserhähne in Schwanenoptik. Duschkabine mit Wasserdüsen. Römische Büsten im Bad. Überall Säulen, Spiegel, Marmor, Kirschholz, Messing und roter Teppich. Der Fernseher auf dem Zimmer ist von Telefunken, neben dem Bett steht eine von unten beleuchtete Glaskugel in einer Messingfassung auf einem verspiegelten Sockel. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Hinter all diesen kaum fassbaren Anachronismen fällt aber eines sofort auf: es fehlt einem hier an nichts. Weder an Gastfreundschaft noch an Ausstattung noch an Qualität. Das Obst auf dem Zimmer zur Begrüßung ist bereits der Knaller. Makellose, süße Kirschen, bilderbuchartige Himbeeren, saftige Aprikosen. Dazu diverse Wassersorten, still, medium und sprudelnd, man kann schließlich nie wissen. Nespresso-Maschine? Wer will die noch, wenn man an der Rezeption zwischen Hawaii Kona Champion, Jamaica Blue Mountain, Panama Geisha und Wild Kopi Luwak wählen kann?

Abends im Restaurant, direkt am gekippten Fenster, kann ich es vor Spannung kaum abwarten. Clemens Rambichler hat hier vor wenigen Jahren das Zepter seines viel zu früh verstorbenen Mentors Helmut Thieltges geerbt. Die drei Sterne hat der junge Küchenchef seitdem souverän verteidigt.

Zunächst gibt jedoch eine penetrante Parfümwolke vom (deutlich mehr als zwei Meter) entfernten Nachbartisch dem derzeit allgegenwärtigen Thema Aerosole eine ganz neue Bedeutung und verhindert, dass ich mit der nötigen Entspannung und sensorischer Aufnahmefähigkeit in den Abend starten kann. Die Situation ist derart unhaltbar, dass ich unter allen Umständen den Tisch wechseln muss. Das smarte Personal zeigt diskret Verständnis für die Situation.

Der neue Tisch ist perfekt. Etwas weiter Abseits des Geschehens, dafür ohne Fremdeinflüsse. Es kann endlich losgehen. Weinweise starte ich mit einem offenen 2015er Saint-Aubin 1er Cru „Les Pitangerets“ von der Domaine François Carillon (€ 15). Während ich den perfekt temperierten Burgunder genieße, fällt auch meine Wahl bezüglich der Speisen. Obwohl ich mir vorgenommen hatte, à la carte zu wählen, entscheide ich mich letztlich für das Menü (€ 230). Es enthält alles, was mein Herz heute begehrt ‒ und mehr.

Als Einstimmung gibt es eine Strauchtomatenmousse mit Gazpacho, Sauerrahm, Gurken und Crevetten. Ein sonniger, intensiver Tomatengeschmack kontrastiert die kühle Frische der Komposition, alle Aromen haben ihren Raum, es ergibt sich ein eindringlich mediterranes Geschmacksbild. Das ist frappierend großartig. Der scheinbare Kontrast dieser einfachen Speise zu ihrer tatsächlichen Größe und ihrem Wohlgeschmack darf einem schon jetzt die Sprache verschlagen. — 9

Eine aufwändige und gleichzeitig üppige Trilogie weiterer Amuse-bouches erreicht weniger später den Tisch. Es gibt eine Gillardeau-Auster ‒ ausgelöst und in ihrer Schale in mundgerechte Stücke zerkleinert ‒ mit „Imperial Gold“-Kaviar, Dill und Gurke. Der geschmackliche Dreiklang ist klassisch, begegnete mir aber noch nie so präzise und wohlschmeckend wie hier. Erneut wird eine kühle Temperatur so eingesetzt, dass die geschmackliche Frische und Qualität der Auster unmissverständlich betont wird. Doch so viel Mühe muss man sich eigentlich gar nicht machen, irgendetwas hervorzuheben. Diese Auster-Gurke-Dill-Kreation ist eine Klasse für sich. — 10

Label RougeLachs begeistert im Anschluss nicht nur mit seiner fabelhaften Produktqualität ‒ bissfest, aber mit angenehmem Schmelz ‒, sondern auch durch ein äußerst stimmiges Zusammenspiel der säurebetonten Mitspieler wie Limone, Ingwer, Radieschen und einem Wasabi-Eis. Die angedeutete Schärfe vom Eis kontrastiert den üppigen Fisch spannungsvoll und doch harmonisch, alles ist am Gaumen im Einklang. — 9

Und nach all der Kühle und Frische kommt ein Wachtelei, irgendwo versteckt unter einer duftenden, mild-herzhaften Sauce, diese wiederum versteckt unter einem Berg von akkurat zu Streichholzgröße gehackten Trüffelstiften, die mir mit ihrem Duft ohnehin schon die ganze Zeit den Kopf verdrehen. Das süffige Gericht ist ein einziger Traum, cremig, perfekt gewürzt und charmant mit einer leichten Süße spielend, die für den australischen Trüffel typisch ist. Zum Niederknien. — 10

Ins Menü eingeschoben wird dann überraschend noch die kleine Torte vom Rindertartar (aus dem Filet), der Klassiker aus dem Sonnora schlechthin. Das präzise gewürzte Fleisch sitzt auf einem Sockel in Form einer Kartoffel-Rösti. Schon diese ist in sich perfekt, kompakt und leicht knusprig; leichte Röstnoten passen zum Tartar wie ein Steak zu Frites. Als „Pufferzone“ darauf dient eine mit Zwiebel verfeinerte Crème fraîche, darauf dann eine zentimeterdicke Schicht „Imperial Gold“-Kaviar, der in Verbindung mit der Creme für nussigen Geschmack, Salz und ein luxuriöses Texturgefühl am Gaumen sorgt. Das Gefühl ist vergleichbar mit dem Berühren eines kostbaren Leders oder Stoffs ‒ man weiß sofort, warum das so hochwertig ist. Abgesehen von einem in sich abgeschlossenen, perfekt herzhaften Geschmack, der viele Endorphine ausstößt, ist auch das Spiel mit den unterschiedlichen Temperaturen und Texturen (von unten knusprig und warm bis nach oben kühl und cremig) äußerst raffiniert. Zeitlos grandios. — 10

Ich bin jetzt erst ganz oben in der Speisekarte angelangt. Der erste offizielle Gang ist eine handwerklich verblüffende Terrine von der Gänseleber, die abwechselnd mit Périgord-Trüffeln und Portweingelee geschichtet ist. Die Tranche der Terrine ist mit kleinen Tupfen von Bari-Feigen-Püree und getrüffelter Pinienkern-Vinaigrette umzingelt, die mit Ochsenschwanzessenz geliert wurde.

Da muss man auch mal einen Absatz machen. Eine mit Ochsenschwanz gelierte Vinaigrette mit Trüffeln und Pinienkernen!

Die Sauce ist nicht nur für sich schon grandios, mit ihrem süffigen Süße-Säure-Spiel, dem ätherischen Trüffel und den waldigen Pinienkernen (und deklassiert damit so gut wie alle „Tupfen“, die die Teller vieler deutschen Spitzenrestaurants zieren). Geschmacklich positioniert sie sich zwischen die unwirklich famose Gänseleber mit ihrer milden Süße und die fruchtige Feige und verdreht einem dabei immer wieder den Kopf. Das geht vom Mund direkt ins Herz. — 10

Kaisergranat (langoustines royales) aus Loctudy in der Bretagne serviert man im Anschluss gleich in zwei Gängen. Die hier verarbeiteten Krustentiere, die Helmut Thieltges damals aufgrund ihrer bemerkenswerten Größe auch mal „Bananen“ nannte, findet man weltweit in vergleichbarer Qualität selbst in Spitzenrestaurants selten. Der erste Teil der Darbietung präsentiert das ausgelöste Tier, makellos gegart und mit süßlich-nussigem Geschmack, in einem Arrangement mit Kopfsalat, Avocado und einer mit gereifter Sojasauce zubereiteten, dadurch auch etwas angedickten, Vinaigrette. Die Hervorhebung dieser scheinbar schlichten Mitspieler sind auch ein Hinweis auf das Understatement, mit dem die Küche auch unter Rambichler arbeitet. Doch gerade Kopfsalat und Vinaigrette sind in diesem Gang virtuos. Die knackig frischen, hellen Salatblätter sind das Ergebnis einer rigorosen Auslese; und auch diese Vinaigrette bringt wieder diesen für die Küche des Sonnora fast schon typischen Idealgeschmack mit Säure und Süße zum Vorschein, der durch die gereifte Sojasauce noch mehr Tiefe und Umamigeschmack erhält. Salz bekommt das Gericht unter anderem durch eine nicht unwesentliche Menge an Kaviar, der hier schlicht als Würzmittel zum Einsatz kommt. Zum Kaisergranat passt das alles vorzüglich, seine Größe und Qualität scheinen bis zur letzten Gabel durch. — 10

Der Zweite Krustentier-Akt ist klassischer. Nun zelebriert man das Tier sehr natürlich, mit Juliennes von jungen Möhrchen und hauchdünnen Blumenkohlröschen, dazu gibt es eine mit indischem Curry aromatisierte Champagner-Nage. Dieses für sich bereits nach allen Registern der Kochkunst perfekte Gericht wäre für das Sonnora aber viel zu brav. In einer Tasse daneben gibt es daher im Wesentlichen noch mal dasselbe, nämlich einen ganzen weiteren Kaisergranat, diesmal in mundgerechte Stücke zerkleinert und in derselben famosen Sauce, leicht schaumig und mit intensivem Krustentiergeschmack. Während der Kaisergranat auf dem Hauptteller die meisten Gäste zu bedächtigem Anschneiden mit Messer und Gabel animieren dürfte, macht spätestens das Tässchen klar, dass man hier bitte dem Schlemmen verfallen möge. Das Auslöffeln ermöglicht hier, trotz der gleichen Zutaten, ein noch intensiveres Erlebnis am Gaumen. Und wer, wie ich, von alledem nicht genug bekommen kann, für den steht noch ein weiteres Kännchen mit noch mehr Sauce bereit, die mit sehr differenziert herausgearbeiteten Aromen von Kurkuma und Zitronengras begeistert. Es ist der Himmel. — 10

Der nächste Gang ist ein Sauté von Kalbsbries. Zu diesem muss man sich durch eine Melange von Pfifferlingen und großen Tranchen australischen Wintertrüffels durcharbeiten. Bei der alles andere als mühsamen Tätigkeit stehen einem eine schaumige Sauce mit Vin Jaune, eine klassische Demi-glace und, auf dem Grund des Tellers, ein Petersilien-Jus zur Seite. Der bringt, zusammen mit wunderbarem jungem Lauch, eine auflockernde Kräuterfrische in das luxuriöse Ensemble aus zartem, heißem Bries und ätherischem Trüffel. Selbst von den Pfifferlingen, denen man begegnet, begeistert geschmacklich jedes einzelne Exemplar. Wohlgeschmack am Anschlag. — 10

Inzwischen hadere ich bereits etwas mit der Menge, doch es muss weitergehen. Ein Mittelstück vom Steinbutt aus der Vendée kommt für den nächsten Gang abermals in Referenzqualität auf den Teller und ist umgeben von einem ganzen Kräutergarten. Eine leicht aufgeschäumte Kräutervelouté umgibt den zarten, saftigen und heißen Fisch; diverse Kräuter, vor allem Estragon, Basilikum und Kerbel, duften wundervoll und hüllen den Fisch in die einzige Parfümwolke, die ich bei einem Essen willkommen heiße. Perfektion, die nur eine subjektive Nuance von der emotionalen Ergriffenheit entfernt ist, die sich hinter meinen zehn Punkten verbergen. Dies nur als Erklärung in einer Abfolge von Speisen, bei denen es ganz und gar nicht um Punkte geht, sondern um hemmungslosen Genuss und wachrüttelnde Qualitäten. — 9

Im Glas versiegt inzwischen der Rest eines exzellenten 2008er Pinot Noir „Brauneberger Klostengarten***“ vom Weingut Markus Molitor von der Mosel (€ 198). Die Sommelière, Rambichlers sympathische Ehefrau, steht aber schon mit einem 1999er Chambertin Clos de Bèze von der Domaine Pierre Damoy per Coravin zur Stelle (Glas € 35).

Das ist die passende Begleitung zum Hauptgang, Karree vom Salzwiesenlamm aus dem Limousin. Das wurde in Thymian rosa gebraten und zeigt sich mit einer verführerisch integrierten Fettschicht. Die Ausnahmezutat schließt mühelos an Referenzqualitäten an, wie ich sie bspw. bei Troisgros erlebt habe. Doch nicht nur das. Jede einzelne, weitere Zutat auf dem Teller ist so grandios, dass man glaubt, alles bisher wäre ein Vorspiel gewesen. Ein Jus mit Taggiasca-Oliven sowie eine Reduktion aus San-Marzano-Tomaten, beide auch zum Nachnehmen, stellen das Gericht auf eine leichtfüßige, mediterrane Basis. Jedes Kraut, jedes Böhnchen, jede Pomme Soufflée, die man findet, lassen mich tiefer in den Genuss eintauchen. Eine weitere Sauce, die leicht pikant ist und nach Paprika schmeckt, rüttelt immer wieder wach. — 10

Ein karibisches Dessert rafft mich letztlich emotional dahin. Eine Freudenträne begleitet ein exotisches Topfen-Soufflé mit kreolischem Gewürzsud, Mango, Kokos und Ananas. In einer blütenweißen Kokosnuss serviert man dazu noch luftig-kühle Zubereitungen mit Kokos, Limone und Minze, etwas Pfeffer entdeckt man noch irgendwo entfernt am Horizont. Aufwühlend. — 10

Auch die Petit-Fours sind eine Sensation. Zu Opéra-Schnitte, Tartelette mit Walderdbeeren, kleinen Zitronentartes sowie Fruchtgelee und weiteren Schokoladenpralinen gibt es noch eine kühle Zubereitung zum Auslöffeln mit Zuckermelone, bei der man die ganzen Aromen eines heißen Sommers in Südfrankreich am Gaumen hat. — 10

Ich war selten so satt und so glücklich nach einem Essen. Clemens Rambichler führt meisterhaft und respektvoll das kulinarische Erbe seines Mentors weiter. Die Küche im Sonnora ist eine Bastion der Klassik, ohne einen Hauch von Staub, dafür mit unvergleichlichen Qualitäten und Genussmomenten.

Als ich Stunden später wieder zu Bewusstsein komme, habe ich noch mein Handy in der Hand und kurz vergessen, wo ich eigentlich bin. An eines erinnere ich mich aber. Zum Frühstück macht mir Herr Rambichler gleich ein Omelette. Ich kann es kaum erwarten.

Informationen zu diesem Besuch
Restaurant: Waldhotel Sonnora (→ Website)
Chef de Cuisine: Clemens Rambichler
Ort: Dreis, Deutschland
Datum dieses Besuchs: 16.07.2020
Guide Michelin (D 2020): ***
Meine Bewertung dieses Essens (?): 10 (Was bedeutet das?)
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27 Antworten zu “Roadtrip, Stopp 5: Waldhotel Sonnora, Dreis”

  1. Michael

    Lieber Julien ,
    ich kann alles nur zu 100% bestätigen . Am letzten Wochenende konnten meine Frau und ich alles
    überprüfen. Von der Strauchtomatenmousse über die Gillardeau Auster …..stop.
    Die Auster hatten wir im Amuse-bouche nicht mit Kaviar . Ok kein Problem steht sie mit Kaviar
    auf der Speisekarte für 14€ . 14€ für eine Gillardeau mit mindestens 5g Imperial Gold Kaviar ?
    Zu dumm ich hätte gleich 12 Stück bestellen sollen ( 10P. trifft. es gerade so ) die Auster war
    der Hammer. Aber es kommen ja noch 8 Gänge dacht ich.
    Das nächste Gericht war die Gänseleber , ein Traum . Auch der Wein aus der Empfehlung passte
    hervorragend. Jetzt mussten wir nachbestellen denn die sagenhafte kleine Torte mit Rinder-
    Filet – Tatar und Imperial Gold Kavier auf einem schlichten Rösti ist nur wahlweise im Menü ,
    sofort nachbestellt .
    Wieder ein Gericht was man nur schwer bei 10 einordnen kann und von dem man nicht genug
    bekommet . 10 Punkte , Julien zu wenig . Mindestens ein Sternchen.
    Anstatt Kaisergranat hatten wir bretonischer Hummer 10/10.
    Das Kalbsbries hatte leider nicht so viel Trüffel , nur ein paar Stifte. Hier hat Herr Walther wohl
    doch einen sehr hohen Bekanntheitsgrad .
    Das Kalbsbries war mit Champignons und Petersilien – Jus . 8,5/10
    Lieber Karsten H. ich glaube das erklärt ihre Frage nach dem Menü.
    Danach wird es zäh , nicht weil das Essen nicht schmeckt sondern weil die Vorspeisen schon
    so MEGA und reichlich waren .
    Gut weiter …kleine Pause , war für den Service überhaupt kein Problem . Den Nachbartisch
    beobachtet an dem der Sommelier seine Freude mit dem Coravin System hatte. Sehr spassig.
    Die Hauptgänge , Tranchen vom Steinbutt mit Bouchot Muscheln. 9 /10
    Eifler Rehrücken mit Macadamia Nüssen auf Rouenaiser Sauce ( diese Sauce kenne ich nicht ,
    eventuell kann Julien was dazu sagen ) aber wieder ein hervorragendes Kunststück aus der
    Küche , allein die Farbe der gebratenen Rehstücke . 9,5/10
    Käse sah sehr gut aus , ging aber nicht mehr.
    Marmoriertes Kokos-Mango Eis . 10
    Delice von Himbeeren usw.
    Petit-Fours und Espresso , ja Herr Walther wir bestätigen alles zu fast 100% , aber bei der Tart fehlt
    mir ein Sternchen.
    So jetzt kommt die schlechte Nachricht , das Sonnora schließt längere Zeit bis Mitte Februar
    wegen einem großem Umbau . Sehr schade da wir sofort Reservieren wollten.
    ( Die genauen Termine müsste man erfragen )

    Antworten
    • Hans-Günter

      Ich finde die Nachricht toll, sie zeigt doch, das man , trotz Covid, bereit ist, in die Zukunft zu investieren. Klasse Zeichen.
      Wir waren im Februar dort und genauso begeistert. Und dies auch als alter Thieltges Fan. Einfach grandios, was Clemens Rambichler und seine Crew abliefert.

      Antworten
  2. Matthias

    Ihre Aufnahme des Restaurants zeigt im Zentrum die Auswahl an Digestifs. Ich kann mich nicht erinnern, in Ihrem oder anderen Blogs mal etwas über Digestifs gelesen zu haben. Ist das aus der Mode gekommen?

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  3. Marlon

    Die australischen Wintertrüffel sind ja jetzt überall zu haben. Im Lafleur innert des vegannen Menüs waren sie sehr lecker. Habe ich die in den letzten Jahren übersehen oder sind sie neu auf dem europäischen Markt?

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  4. Sascha Dick

    Lieber Julien,
    danke für diesen zweiten, unfassbar tollen Bericht über das Sonnora. Ich habe mich nun entschlossen, selber einmal dort essen zu gehen, weil ich diese Erfahrung unbedingt einmal machen möchte… allerdings alleine, weil ich bedauerlicherweise in meinem Bekanntenkreis niemanden für drei Sterne begeistern kann. Deshalb eine Frage: was machst Du zwischen den Gängen wenn Du ohne Begleitung im Restaurant bist? Ich würde mir wohl eine Zeitschrift mitnehmen – was sich irgendwie auch unangemessen anfühlt… zwischen den Gängen über Stunden die Wand oder andere Gäste anstarren (oder das Smartphone) kann aber ja auch nicht die Lösung sein. Würde mich über eine kurze Antwort freuen (oder auch Kommentare von anderen Lesern was das Thema Einzelperson im Sternerestaurant angeht).
    Schöne Grüße und danke für die vielen tollen Berichte
    Sascha

    Antworten
    • Julien Walther (Trois Etoiles)

      Wenn ich alleine im Restaurant bin (was hier nicht der Fall war), entsteht eigentlich nie Langeweile. Ich beobachte, ich notiere, ich bin mit dem Personal im Gespräch, mein Smartphone ist dabei … das ist in der Regel alles völlig unproblematisch und oft auch kurzweilig.

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      • Sascha

        Vielen Dank für die Antwort. Da das mit dem Notieren bei mir ja wegfällt, packe ich vorsichtshalber mal ein Nachrichtenmagazin ein :-)

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        • BAG

          Alleine in einem Drei-Sterner ist recht unkompliziert, da man eh so beschäftigt ist mit schmecken, nachschmecken, schauen, riechen, staunen, fühlen und schwelgen, dass ich die Zeit niemals nicht mit irgendwas anderem übertünchen möchte. Und gerade im Sonnora darf man sich auch alleine am Tisch herzlich geborgen fühlen und einfach sitzen und schauen.
          Viel konzentrierten Genuss wünsche ich,
          Bettina A.

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    • Claus

      Ich bevorzuge (meistens) alleine in Sternerestaurants zu speisen. Auf Lektüre verzichte ich grundsätzlich, es reicht wenn ich die Speisekarte lesen muss ,-)

      Langeweile zwischen den Gängen kommt eigentlich nie auf. Ich mache mir gelegentlich Notizen über die einzelnen Gänge und reflektiere…

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  5. Walter Meier

    Wir hatten letzte Woche in einem mit 2 Michelin Sternen und 18 GM-Punkten ausgezeichneten Zürcher Restaurant den australischen Wintertrüffel. Leider haben wir ihn als relativ geschmacklos empfunden.

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  6. Paul

    Ich hoffe für Herr Rambichler aber, dass er das Omelette nicht auch noch machen muss…

    Antworten
      • Torsten Krein

        Ein Omelett mit spanischen Carabinieros und alles komplett bedeckt mit Trüffel , dazu eine dezente Trüffelsauce – eines meiner schönsten Frühstücksmomente
        – bei so einer Zubereitung und tollen Produkten kann man als Koch nur Freude haben … da stimme ich 100 prozentig zu !

        Antworten
  7. Christian Rach

    Dem Bericht ist nichts!! hinzuzufügen–::))
    Sonnara: einfach nur wunderbar…. und so großartig, dass Ulrike Thieltges sich entschlossen hat, mit Clemens Rambichler als chef de cuisine, das Restaurant und Hotel ganz im Sinne von Helmut Thieltges weiterzuführen. Ich bin so gerne dort: ein Ort zu zum Träumen und verweilen in einer perfekten Genusswelt!***

    Antworten
  8. Stephan Kluge

    Wir hatten uns schon in den bayrischen Pfingstferien auf (Corona bedingter) Deutschland Tour (bescheidene 15 Sterne in 13 Tagen… ) das Sonnora gegönnt. Es war auch für uns (das 2te mal) und unsere Kinder (das erste mal) ein absolut relevantes Erlebnis. Neben dem Klassiker (Rindertartar mit Kaviar) und ähnlichen Amuse-bouches war noch keine Trüffel Saison in Australien, so dass die Gerichte leicht unterschiedlich ausfielen. Der Kaisergranat, welchen wir hatten, war aber auch großes Kino. Was ich noch erwähnen möchte, ist der absolut freundliche Umgang mit jungen Gourmets und das unvergleichbare Lachs Frühstück (das inkludierte Glas Champagner „am Montag gibt es keinen Sekt“ hatten wir trotz der Reise nach Berlin angenommen). Die morgendliche Unterhaltung mit Clemens Rambichler über Bistros in Paris, Gardening und Schlangen Jagd während des Lockdowns gab dem ganzen auch noch einen familiären Touch.
    Insgesamt ist das Sonnora bei mir (neben Christian Bau, bei dessen Restaurant damals noch ein Wasserschaden zu beheben war) weiterhin die Nummer 1 in Deutschland. Die Reise hatte allerdings wiederholt das Intense von Benjamin Peifer in ein positives Licht gerückt!! Das Rutz in Berlin war besser, als beim letzen Besuch vor 7 Jahren.
    Die letzten Tage haben wir uns weiter vorgewagt und heute im Baumaniere zum Mittag gespeist. Auch in Frankreich waren wir größtenteils im schattigen Außenbereich oder am geöffneten Fenster platziert. Vielen Dank weiterhin für die tollen und sehr analytisch (positiv gemeint :-)), detaillierten Berichte!!

    Antworten
  9. Stefan

    Als ich vor gut zwei Wochen nur auf den leicht „angestaubten“ Bericht von 2016 zurückgreifen konnte, war ich unschlüssig, ob die Küche des Sonnora unter Clements Rambichler noch genau so ist, wie Sie es damals bei Thieltges erlebt hatten. Wird es genau so grandios?
    Was soll ich sagen, es hat uns an diesem Abend umgehauen, was alles möglich ist, wenn man der geschmacklichen Perfektion nahe kommen will. Auch verglichen mit anderen ***Restaurants in Deutschland (und anderswo).
    Da es dieses Jahr durch Corona alles anders kam als geplant und mich der angestaubte Bericht von 2016 inspiriert hatte das Sonnora zu besuchen, musste ich den Abend mit einem Zitat abschließen: „Dass ich noch nie zuvor hier war tut mir sehr leid…Ich bin untröstlich.“ Frau Thieltges hat das Lob sichtlich gefreut.
    Der nächste Termin im Sonnora ist schon gebucht.

    Antworten
  10. Karsten Hartmann

    Hallo Julien,

    war das alles Teil des Menüs für 230 €?

    Oder hast du die Torte vom Rinderfilet zusätzlich eingeschoben?

    Für das Gebotene wären 230 € ja wirklich als preiswert zu bezeichnen.

    Beste Grüße
    Karsten

    Antworten
  11. Claus

    Man sollte vor allem den Gästen aus Luxemburg und Frankreich danken! Ohne sie wäre das Sonnora schon längst Geschichte. Bei meinem Besuch im Sommer 2019 waren über zwei Drittel der Gäste aus den Nachbarländern.

    Antworten
  12. Claudia

    Danke. Mein Herz war in Gedanken beim Lesen dort.

    Und wie war das Omelette?

    Antworten
  13. SP

    Schöner kann man es nicht beschreiben. Mein erster Besuch im Sonnora war von Ihrem ersten Bericht inspiriert. Es freut mich, dass sich der Eindruck bei Ihnen zwischenzeitlich nicht verändert hat – denn die Bewertung spiegelt auch meine Einschätzung wider. Abgesehen von der Spitzenqualität des Essens ist es für mich auch dieses etwas in der Zeit stehengebliebene Ambiente (ohne dies negativ zu meinen) sowie die herzliche, ja fast familiäre, Atmosphäre, die einem im Sonnora in den Genussmodus verfallen und den Alltag vergessen lassen.

    Antworten
  14. Markus Schmidt

    Schoen zu lesen dass Ihnen das Menu im Sonnora wieder so zugesagt hat. Ich/wir hatten es Ende letzten Sommers, und es war genauso grossartig wie zu Helmut Thieltgen’s Zeiten. Das Rindertartar ist incroyable, die langoustine de Loctudy oder der blaue Hummer eine Wucht. Der Steinbutt selbst war top aber die Beilagen haetten ein wenig mehr Wuerze vertragen..alles in allem mit Christian Bau das Beste in D.

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